Mariobartoli

23. Oktober 2019, gepostet in Brocken-Challenge 2012 Laufbericht, Retro-BeitragBrocken-Challenge 2012 – eine ultrakurze Laufgeschichte von Mario Bartkowski [Teil 1 vom 09.03.2012]

Nur noch ein ganz winziges Vorwort…


Ach, ist das fies, Leute: das Chaos beginnt bereits im Vorwort! Da möchte ich also ein nettes, kleines Vorwort zur Neuauflage meines sieben Jahre alten Laufberichts schreiben, und was passiert?? Nachdem ich es geschrieben hatte, klicke ich auf die falsche Taste und – schwupps! – lösche ich den kompletten Blog-Beitrag! Man könnte meinen, der teilweise recht chaotische Start meines ersten Ultra von damals hat in Form eines Fluchs Besitz von der Tastatur ergriffen und wollte den Start des ersten Retro-Blog-Beitrags verhexen! Ist leider gelungen, vielen Dank auch!! Jetzt muss ich eben überlegen, was ich vorhin ins erste Vorwort geknallt hatte. Zunächst ging es darum, Euch mitzuteilen, dass ich extrem wenig Feinschliff an der Neuauflage unternommen habe. Rechtschreibung und Grammatik? Nix da. Ich wollte es wirklich schön Retro halten. Lediglich minimalste Änderungen. Und dann habe ich irgend etwas über meine Authentizität geschrieben. Genau. Denn damals wie heute hat sich nichts geändert, müsst Ihr nämlich wissen. Ich musste beim Drüberlesen des ersten Blog-Beitrags zur Brocken-Challenge von 2012 (kurz: BC2012) häufig den Kopf schütteln…bis mir dann erschreckenderweise einfiel, dass ich dieses Geschwurbsel ja wirklich selbst geschrieben hatte! Was ein verpeilter Schreibstil! Voll der Honk! Aber dieser Honk ist authentisch, damals wie heute. So, und was hab ich eigentlich noch im ersten Vorwort geschrieben? Muss kurz überlegen. Stimmt, dann hatte ich etwas über diejenigen Leserinnen und Leser geschrieben, die (vielleicht noch) den ersten Beitrag recht motiviert lesen..oder schon bald überfliegen…und sich am Ende des ersten Beitrags endlich angekommen fragen, wass Sie da gerade eben gelesen oder überflogen haben. Die gute Nachricht: morgen kommt erst Teil 2. Die Schlechte: es folgen noch 16 weitere Beiträge. So, das Vorwort hätten wir soweit durch, wer jetzt noch freiwillig weiter liest, ist entweder so verpeilt und durchgeknallt wie ich…oder arbeitet gerade an einem Blog-Artikel zum Thema „Die 10 verpeiltesten Blogger, die Du nur im Internet findest!“ und…hadert unglaublich schwer mit dem Gedanken, aus der 10 vielleicht ja doch noch eine 11 zu machen…

Okay, unten geht es los. Das Original von damals. Kein Remake, sondern Retro. Ihr schafft das, Ihr werdet irgendwie durchhalten. Viel Glück !!!


Brocken-Challenge 2012 | eine ‚ultrakurze Laufgeschichte‘ von Mario Bartkowski [Teil 1 vom 09.03.2012]

Hallo Zusammen!

Nun ist es also soweit: Der Laufbericht ist komplett ! Gibt’s denn sowas ?Klar werden sich einige nun fragen, ob Wochen nach der BC 2012 ein weiterer Bericht überhaupt Sinn macht. Der Zug ist ja eigentlich abgefahren, die Meisten haben bereits zukünftige Wettkämpfe vor Augen.
Mittlerweile wurden auf http://www.brocken-challenge.de ja auch schon viele Laufberichte veröffentlicht. Der Grund, warum ich ich meinen jetzt erst veröffentliche, liegt einfach darin begründet, das er lang ist – extrem lang. Und Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass das Ding in PDF-Form auf über 80 Seiten kommt. Die magische Zahl 80 halt. Wer sich erinnert: 80 km, 1900 Höhenmeter. So kann es vorkommen, das sich Textpassagen durchgeknallt, verrückt, abstrus,scherzhaft, ernst oder emotional lesen werden. Es wird definitiv vorkommen, das sich so einige von den Teilnehmern, welche ich während meines Laufs getroffen hatte, in meiner Geschichte wiederfinden werden. Nicht nur das: Am schönsten wäre es dann ja sogar, wenn diese Läufer sich dann an die Dialoge zurück erinnern könnten. (Aber bedenkt: Ich bin kein professioneller Autor, ich schreibe einfach drauflos, erwartet bitte keine rethorischen Lyrikkünste auf Günther-Grass-Niveau. Jedoch habe ich versucht, alles nach allerbestem Wissen und Gewissen zu rekonstruieren, einfach, weil ich darauf große Lust hatte)

Warum ich den Laufbericht in diesem Umfang sonst noch geschrieben habe ?
Ich tue das natürlich für mich, aber auch und vor allem für meine Freunde, meine Familie und alle Interessierten Leser und Läufer da draußen, die mich kennen (oder noch nicht kennen?) und evtl. erahnen, was Sie mit diesem Berichts-Irrsin erwarten könnte.

Zunächst wollte Ich den kompletten Laufbericht in einem Zug veröffentlichen. Auf Anraten eines sehr guten und geschätzten Freundes hin werde ich das kleine Mammut-Werk aber nun häppchenweise auf meinem Webblog veröffentlichen. Ausnahmslos wird also ab Heute jeden Tag etwas veröffentlicht, das Ganze wohl auf ca. 2 Wochen verteilt. Am Ende werde ich den kompletten Bericht dann als PDF zur Verfügung stellen. Dieses Konzept hätte Ich – ich weiß,ich weiß – mal besser von vornherein umsetzen sollen, aber man lernt ja nie aus.

Anlässlich der kommenden Brocken-Challenge 2012-Reportage des NDR (Sendetermin Samstag, 10.03.2012 um 17h) wird es vielleicht dem einen oder anderen jedoch erst recht gefallen, hier jeden Tag mitverfolgen zu können, wie es einem Ultramarathon-Novizen bei einem der härteren Winter-Ultras Deutschlands ergangen ist. Sehr detailliert nehme ich fast jeden Kilometer auseinander:
Großteils habe Ich ganze Dialoge rekonstruiert, jeden einzelnen Verpflegungspunkt benannt, beinahe jede Emotion eingefangen (sei es meine eigene oder die von anderen), jede Strapaze sowie Quentchen Glücksgefühl vor Augen geführt und so ziemlich jeden meiner Gedanken in Worten offenbart.

Vorab eine grobe Inhaltsangabe der kompletten Laufgeschichte: In der EINLEITUNG reflektiere Ich feedbackartig meinen letzten Wettkampf, den Ultra. Im MITTELTEIL beschäftige Ich mich bereits Monate VOR dem Wettkampf mit der Brocken-Challenge: schrittweise wird dem geneigten Leser vor Augen geführt, was in einem Läufer wie mir vor seinem ersten Ultra so alles abstruse durch den kopf gegangen ist. Erwähnung findet dann zudem noch das Equipment, die Anreise, übernachtung, die Minuten vor dem Start, der eigentliche Lauf und die vorläufige Entspannung im Goethesaal NACH dem Zieleinlauf. Im SCHLUSSTEIL erwähne Ich die Nach(t)wanderung vom Gipfel nach Schierke, die Stunden danach, die fiebrigen Nächte,die immer stärker werdenden Schmerzen (damit Ihr mich so richtig bemitleidet,versteht sich). Nicht fehlen darf natürlich eine Danksagung an die Veranstalter sowie HelferInnen der BC 2012, div. Quellenangaben, die Benennung sämtl. Fotografen (Das Bildmaterial kommt nicht von ungefähr, Ihnen gebührt ausdrücklicher Dank!). Aber es gäbe dann noch etwas: ‚Outtakes‘ (der alberne Schlußteil halt, denn wer den Film ‚Hangover‘ kennt, kann sich darin schon grob was drunter vorstellen…).

Okay, dann wollen wir doch mal anfangen. In dem Sinne bereits vorab vielen herzlichen Dank für Euer Interesse, aber auch Eure Geduld – denn die werdet Ihr wirklich benötigen, solltet Ihr Euch die Geschichte eines Ex-Ultranovizen antun wollen.

Liebe Grüße, Euer Mario.


Achja…Warum eine Laufgeschichte nicht einem ganz besonderen Menschen widmen, dachte Ich mir. Daher sage Ich nun:
Ich widme diese Geschichte meiner kleinen Tochter Angelina (aktuell 4 Jahre jung).
Wenn Du einmal Groß bist und das liest, könnte es sein, das Dein Vater vielleicht schon voller Stolz den UTMB hinter sich hat.
(Dann kannst Du diese Geschichte überspringen und ziehst Dir lieber die über 500 Seiten des UTMB-Berichts rein. Aber Du kannst auch gern das hier lesen, tu Dir keinen Zwang an. Angie, Papa hat Dich lieb)


Einleitung | Selbsterkenntnis ist der Weg zum Glück

Endlich nur noch humpeln, nicht mehr schlurfen.

Rückblick: Es ist Dienstag, 14.02.2012, 12:53 Uhr
Ich schütte mir erneut heißen, dampfenden Kaffee in die Tasse. Heute gehe Ich auf die Reise ins Ich, denn es wird Zeit, den Ultramarathon endlich zu verarbeiten: innerlich, mit jeder Faser.

Holt Euch doch ebenfalls eine große Kanne, oder, wenn Ihr keine Kaffeetrinker seid, setzt leckeren Tee auf.Ich entschließe mich also, eine ultrakurze, aber sehr detaillierte Laufgeschichte zu schreiben.
(Das Ding wird hoffentlich nicht so lang, wie die Bibel Seiten hat – hoffen wir das Beste, schaun wir mal.)

Die Schmerzen sind fies, sehr fies, aber Sie fühlen sich auch sehr gut an. Nein, ich bin nicht SM oder so, aber nach dem ersten Ultra fühle Ich die Schmerzen irgendwie so gern wie andere Ihre Kriegsnarben zeigen würden. Laufen ist endlich wieder in groben Zügen möglich. Ich kann die Beine ganz leicht hochheben, muss Sie nicht mehr über dem Laminat schlurfen lassen. Als ich nur schlurfen konnte, habe ich – ungelogen – gute 5 Minuten bis zum Badezimmer gebraucht. Ich habe mir zu dem Zeitpunkt Loipen in der Wohnung gewünscht! Ach, und glaubt mir bitte, wenn Ich das schreibe: Es ist heftig, sich auf die Klobrille zu setzen (Jedesmal habe Ich in unmöglichsen Verrenkungen versucht, mich abzustützen – das hätte für nen Beobachter strange ausgesehen.) Da gibt es so einen Spruch, den die Veranstalter der diesjährigen Brocken-Challenge modifiziert hatten. Ich bin mal so frei, es auf den Punkt zu bringen: Nur die kalten, harten, schönen kommen in den Garten.

Heute ist eigentlich Valentinstag – doch daraus wird nix

Meine Frau und Ich haben Urlaub.
Vor gut einer Stunde ist Sie losgefahren, um unsere Kleinste aus dem Kindergarten abzuholen. Da Sie anschließend meine Schwester besuchen wollte, habe Ich ein paar Stunden sturmfreie Bude.
Ich werde also Zeit haben, das zu tun,was getan werden muss. Und Ich muss das Ganze endlich verinnerlichen. Ich habe es bisher nicht fertiggebracht. Und nun sitze Ich hier am PC, entspannt mit ner Tasse Kaffee – schwarz. pur. lecker.
Habt Ihr Euch endlich auch was gekocht ? Seht endlich zu!
Aus den Lautsprecherboxen tönt Folk-Rock-Legende Eddie Vedder mit dem Song Hard Sun – zum x-ten Mal! Ich kann nicht genug von den zeitlosen, melancholischen, atmosphärischen Klängen seiner Ukulele bekommen. Das brauch ich halt nun, als Ausgleich zum geschundenen Körper nun also bisschen was ‚fürs Seele baumeln lassen‘.

Into the Wild…

Wenige Wochen vor der Brocken-Challenge 2012 hatten ich und meine Frau uns diesen Film Into the Wild angeschaut, ein gewaltig-monumentaler Naturfilm, basierend auf einer wahren Begebenheit. Die Musik zum Film ? Folk-Rock Marke Eddie. Inhalt des Films?

…aber warum?

Womit wir bei dem Thema angelangt sind, weswegen Ich mir schließlich die Zeit genommen hatte, mal alles allein zuhause zu verinnerlichen. Ihr kennt die (leidige) Frage: Warum läufst Du?
Okay, klar, nun höre ich schon bis hierhin den Aufschrei der Leser:
„Neiiiin, er ist noch beim Prolog des Berichts, und fängt dann gleich faustdick mit der berüchtigten aller Fragen an!“.
Aber Ich wurde während meiner Trainingsläufe vor dem Ultra oft mit dieser Frage konfrontiert, sowohl im Freundes – als auch im Familienkreis.
Das fragte mich Muttern doch glatt jedes mal aufs neue: „Mein Junge, wie kommt man eigentlich dazu, so weit und lang zu Laufen?“
Drehe Ich den Spieß doch mal um und frage Euch: Wann konnte sich denn jeder von Euch mit dieser Frage wahrheitsgetreu und ehrlich auseinandersetzen? Wisst Ihr denn tief in Euerm innern wirklich, warum ihr das tut ? Wie viele Jahre lauft Ihr möglicherweise bereits ? Gerade eben erst ? seit fünf Jahren ? 15 ? Gar länger?
Wenn Ihr angebt, Ihr tut das bspw. für Eure Gesundheit, dann ist das ein löblicher Grund, aber ist das denn schon DIESER EINE WAHRE, der diesen Bewegungsdrang – das Laufen bspw. – in Euch auslöst ?
Würdet Ihr spontan Sauer werden, wenn ich behaupten würde, das sich der gesundheitl. Aspekt ja Nett anhört,aber meiner Meinung nach lediglich ein positiver Nebeneffekt des laufens ist ?
Aber hey: Es kann ja tatsächlich die Gesundheit sein, die Euch motiviert!
Ich bin jedoch ehrlich zu Euch: Meiner war es nicht, ich musste noch tiefer graben…

Rückblickend…

Beschäftigen tut einen diese Frage aller Fragen als Läufer im speziellen doch mehr oder weniger ‚laufend‘ …oder?

Da Ich mir diese bis vor diesem ersten Ultramarathon – wovon dieser Laufbericht handelt – nicht beantworten konnte, bin Ich Ihr bei z.B. Muttern sehr bewusst ausgewichen, oder habe ein Zitat bekannter Extremläufer rezitiert, damit Ich etwas in der Hand hatte. Natürlich haben mich einige mehr als inspiriert, als da wären z.B. Norman Bücher oder Dean Karnazes. Es waren eben die Bücher dieser Extremsportler, die mich inspirierten und ermutigten, weiter zu laufen als die bekannten 42,195 km. Da lese Ich in Norman’s Buch, wie er 166 Kilometer, 9400 Höhenmeter und zehn Bergpässe durch hochalpines Gelände bewältigt, bei einem der anspruchvollsten Bergläufe der Welt: dem Ultra-Trail Mont Blanc. Am Ende wollte Ich selber nur eines und habe mir den UTMB seither als Fernziel gesetzt. „Träum mal weiter“, höre ich dann hier und dort. Wann Ich Norman’s Buch gelesen hatte? Direkt nach meinem allerersten Wettkampf, dem Halbmarathon von vor 10 Monaten…
Bestimmt bin Ich nicht der Erste, der also selbstkritisch mit dieser Frage aller Läuferfragen umgeht, und ich werde auch nicht der letzte bleiben.

Ihr kennt sicherlich alle schon Euer Credo des laufens?

Ich laufe seit April 2011 und habe seither 3 Wettkämpfe hinter mir: Im Mai 2011 Halbmarathon (in 2:23), im Oktober 2011 Marathon(in 4:11) und nun jüngst im Februar 2012 Ultramarathon (in 11:11).
Aus einer fixen Idee heraus entstand also anfänglich der Wunsch, einen Halbmarathon zu laufen – er war qualvoll! Dennoch: Als ich damals die Ziellinie passierte, hatte ich Blut geleckt.
Die extreme Entbehrung, die ich nach dem ersten Wettkampf erfahren hatte, wollte Ich verrückterweise unbedingt erneut erleben. Ich konnte mir das nicht genau erklären. Bessere Trainingsvorbereitung führte jedenfalls einige Monate später konsequenterweise zum ersten Marathon. Es war ein tolles Gefühl, es damals geschafft zu haben. Meine größte Sorge galt damals dem ‚Mann mit dem Hammer’…ich blieb verschont.
Ich musste also alles richtig gemacht haben…?

Das WARUM wollte sich aber nicht so wirklich einstellen. Zwei Wettkämpfe und dazwischen die Trainingsläufe …aber diese tiefgründige Frage blieb leider unbeantwortet.
Daher suchte ich Anfang November 2011 die nächste Steigerung: Es sollte ein Ultramarathon sein. So mancher Aufschrei ertönte damals erneut:
Weder meine liebe Laufgemeinde, weder Familie, weder Freunde, ja nicht einmal meine Frau verstanden das so recht: „Lauf doch erstmal noch einen Marathon, oder zwei…? Mann, 80 km, sei mal ehrlich, das ist irrsinn, Mario..“ Auch Von weitaus erfahreneren Läufern erntete Ich – zu recht! – teilweise Unverständnis.
Die meisten konnten meine ‚Fixe Idee‘ nicht nachvollziehen. Dann nagten Selbstzweifel an mir. Den Halt fand Ich nirgens, ich war also erstmals gezwungen, auch mal alles zu verinnerlichen, mit mir selber auszumachen. Dazu hatte Ich aber immer noch keine Lust, also erstmal verdrängen. Aber:
Warum nun dieser Antrieb, über körperliche Grenzen hinaus zu gehen? Warum Leistungen erfüllen, die für Bekannte, Freunde, Kollegen, Familie absolut keinen erkennbaren Sinn machten ?

…ist es mir selbst wichtig, mit dem glücklich zu sein, was ich tue.

Es brauchte erst einen längeren Anlauf ,um mir diese tiefgründige Frage bewusst beantworten zu können. Es musste erst ein Mittelgebirge her für den Glauben, der Berge versetzen kann. Es brauchte das Ziel, das es zu überwinden galt, um vor dem monumental eiskalt-blauem Hintergrund des Brockens mit seinem bereits einsetzendem Sonnenuntergang in über 1000m Höhe diese SELBSTERKENNTNIS zu akzeptieren, wie sie ist, nämlich schlicht: Laufen macht mich glücklich!
Nun kenne Ich auch mein Credo, mein persönliches WARUM. Der ‚Prozess‘ hat sehr lange gedauert (ich Spätmerker). Das beweist letztlich folgendes: obwohl man die Antwort innerlich schon kennt, ist es anscheinend etwas gänzlich anderes, diese auch für sich selbst zu akzeptieren, wie sie ist. Und wenn sich das leicht anhört, dann glaubt mir: das ist es nicht. Es ist nunmal so, das Selbstkritik eine mächtige Angelegenheit für das Alter Ego zu sein scheint. Seltsamerweise ist also auch viel innere Bewegung nötig, um zu Selbsterkenntnis zu gelangen. Der Weg ist hart und steinig, und doch ist es der einzige Weg, der den Menschen nachhaltig mit Glück und Zufriedenheit erfüllen kann.

Eddie Vedder spielt immer noch seine Ukulele, ich denke nochmal kurz an diesen Christopher McCandless, der sich damals entschied, seinen Weg zu gehen, ohne Rücksicht auf Verluste.

Okay, fangen wir also nun mit dem Mittelteil des Berichts an. Da Geduld bekanntlich eine tolle Tugend ist, strapaziere Ich Eure Nerven, indem Ich bei diesem komischen Hirngespinst anfange, das ich mir Tage nach meinem ersten Marathon in den Kopf gesetzt hatte, dieser ‚Sache im Harz‘, diesen 80 Kilometern. Erfürchtig denke Ich immer noch zurück an die endlosen Kilometer voller Erinnerungen.
Beginnen wollen wir also mit dem zweiten Teil dort, wo Ich die Entscheidung traf:
Der Onlineanmeldung …..

verfasst von mariobartoli

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